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6. September. 2017.

VON VEGAS BIS ZUM GRAND CANYON: DIE SCHÖNSTEN ROAD TRIPS IN DEN USA


Die USA: mit ca. 9,8 Millionen Quadratkilometern schierer Pracht und über 252.000 Kilomeetern Highway ein wahrer Traum für jeden Road-Trip-Enthusiasten. Dieses Land ist so vielfältig, dass man in kurzer Zeit sehr unterschiedliche Landschaften und Kulturen entdecken kann: zwischen Boston und New York City liegen Welten und in der unbeschreiblichen Weite von Texas fühlt man sich, verglichen zu den verschlungenen Straßen von San Francisco, wie auf einem anderen Planeten.

Wer schon den weiten Weg von Österreich in die USA auf sich nimmt, sollte die Gelegenheit nutzen und komplett ins amerikanische Lebensgefühl eintauchen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Besuch in einem der fantastischen Nationalparks? Sobald Sie Ihre ESTA-Freigabe erhalten haben, können Sie sich auf den Weg ins große Abenteuer machen.

Zu welcher Jahreszeit zeigen sich die Sehenswürdigkeiten von ihrer schönsten Seite?

Das kommt ganz darauf an, welche Orte Sie in den USA besuchen möchten. Das Land ist so groß und so vielfältig, dass es zu jeder Jahreszeit wunderschöne Orte und fantastische Aktivitäten zu entdecken gibt – man muss nur wissen, wo.

Die beste Zeit, um große Teile des Landes zu bereisen, ist jedoch von September bis November. Die drückende Hitze des Sommers ist vorüber, aber es ist noch relativ lange hell. Die Tage sind angenehm warm und die Abende mild. Die Wahrscheinlichkeit für Regen und Schnee im Südwesten ist gering. Viele Städte sind im Herbst bezaubernd schön; im Hochsommer dagegen gleichen sie wahren Beton-Saunen. Auch die Preise sind in der Nebensaison deutlich erschwinglicher. Ein weiterer Bonus: das Gewimmel der Hochsaison ist vorüber und Sie können Ihre Reise so richtig genießen.

Während Sie im Herbst noch nicht mit den extremen Witterungsbedingungen zu kämpfen haben, können Sie dennoch ihre Auswirkungen auf die malerische Landschaft bestaunen, die im Laufe der Jahrmillionen durch Niederschläge und Co. geformt wurde.

Wald-Liebhaber und Fans von geothermischer Aktivität kommen im Yellowstone-Nationalpark auf ihre Kosten. Die ca. 9000 km² Wald verteilen sich auf drei Staaten und sind von geothermischen Phänomenen durchsetzt – kein Wunder, befindet sich das Naturwunder doch auf einem echten Supervulkan.

Wem bei diesem Gedanken unwohl wird, der findet im Grand Canyon-Nationalpark in Arizona eine würdige Alternative: die dortigen Felswände sind die Überbleibsel eines majestätischen Gebirgsmassivs, das über Jahrmillionen vom beständigen Fluss des Wassers geteilt wurde, und lesen sich wie ein Geschichtsbuch unserer Erde. Kein Wunder, dass die gigantischen Klippen zu den sieben Weltwundern zählen.

Ihr Road Trip in den USA beginnt mit einer ESTA-Freigabe

Amerikas majestätische Landschaften sind nur einen Tagesflug von Österreich entfernt. Und das Beste: Österreich nimmt am Visa Waiver-Programm (VWP) teil. Das bedeutet, dass die meisten österreichischen Staatsbürger _Innen ohne Visum in die USA reisen dürfen, wenn es sich um eine Vergnügungsreise handelt und sie nicht länger als 90 Tage in den USA bleiben werden. Stellen Sie sich vor: keine Fahrt zur US-Botschaft, kein lästiger Papierkram! Sie benötigen nur eine Reise-Freigabe vom Electronic System for Travel Authorizations (ESTA). Wie der Name schon sagt, handelt es sich beim ESTA um ein elektronisches Reisegenehmigungssystem. Anhand dieses Systems wird ermittelt, ob eine Person ein Sicherheitsrisiko für die USA darstellt. Zur Prüfung durch das System muss die Person online einen Antrag, den sogenannten ESTA-Antrag, stellen. Dafür muss man nur ein Formular ausfüllen, den Rest erledigt das System. Gibt das System „grünes Licht“, darf der/die Antragstellende eine Reise in die USA antreten. Ein weiterer Bonus: Die ESTA-Freigabe ist ab dem Tag ihrer Ausstellung bis zu zwei Jahre lang gültig (abhängig davon, wann der Reisepass abläuft) und kann in dieser Zeit für so viele infrage kommende Reisen genutzt werden, wie Sie wollen (maximale Aufenthaltsdauer pro Jahr: 180 Tage).

Die Dauer des Fluges hört sich zunächst vielleicht etwas abschreckend an. Bedenken Sie jedoch, dass viele Flüge den „großen Teich“ nachts überqueren und man im Grunde nur ein mittellanges Schläfchen vom Traumziel entfernt ist.

Tipps:

– Kaufen Sie Ihr Flugticket mindestens zwei Monate vor dem Urlaub, um die günstigsten Preise nutzen zu können.
– Stellen Sie Ihren ESTA-Antrag, bevor Sie Ihre Tickets kaufen. Im seltenen Fall einer Ablehnung haben Sie dann keine Scherereien mit dem Umbuchen, wenn Sie etwas länger auf einen Termin für ein Visumsinterview warten müssen.

Wo soll der Road Trip losgehen?

Wenn, dann richtig! Wie wäre es zum Beispiel mit Las Vegas, Nevada, als Startpunkt für Ihren Road Trip?
Flüge von Wien nach Las Vegas gibt es schon ab ca. 500 € mit zwei Zwischenstopps (Vergleichen lohnt sich!). Bei manchen Optionen könnten Sie bereits in 14 Stunden an einem Pokertisch in der legendären „Sin City“ sitzen. Und: aufgrund der Zeitverschiebung „gewinnen“ Sie sogar 9 Stunden! Das heißt: wenn Sie zum Beispiel am 3. November um 18:00 in Wien losfliegen, ist es in Las Vegas erst 09:00 Uhr morgens. Nach 14 Stunden Flug inklusive Umsteigen kommen Sie also am 3. November um 23:00 Uhr in Las Vegas an (und können sich entweder gleich ins Nachtleben stürzen oder noch eine Runde schlafen und dann frisch und früh in den nächsten Tag starten – die Definition von „früh“ sei Ihnen überlassen).

Um Ihren Aufenthalt in Vegas so richtig auszunutzen, sollten Sie schon ein oder zwei Tage bleiben. Ob Sie Ihr Glück in einem der zahlreichen Casinos versuchen wollen, die Vegas so berühmt gemacht haben, oder einfach nur zur Menschenbeobachtung dort sind: Sie werden aus dem Staunen über die Opulenz (und bisweilen Geschmacklosigkeit) der Metropole nicht herauskommen. Wer weiß, vielleicht machen Sie ja sogar ein Selfie mit dem „Naked Cowboy“?! Übrigens: Während die In-Meile „The Strip“ natürlich nur so vor Luxushotels für die Reichen und Schönen strotzt, können Sie auch in den nahegelegenen Vorstädten Henderson und Boulder City fürstlich unterkommen, und das für kleines Geld. Genießen Sie von dort den Blick auf glitzernde Seen und die majestätische Hochlandschaft.

Wenn Sie genug von Protz, Prunk und Leuchtreklame haben, geht’s zurück zum Flughafen und von dort mit dem Mietwagen zur ersten Station Ihres Road Trips.

Wir empfehlen den Zion-Nationalpark mit seinen malerischen roten Klippen. Er liegt locker machbare 274 km von Vegas entfernt und auf der Fahrt haben Sie fast durchweg eine fantastische Aussicht.
Auch, wenn es etwas teurer ist: die Übernachtung in den traditionellen Holzhütten des Nationalparks lohnt sich wirklich, denn nur Übernachtungsgäste dürfen den majestätischen Canyon in seinem Herzen auf eigene Faust befahren (alle anderen müssen mit dem von der Parkverwaltung betriebenen Shuttlebus vorliebnehmen). Wem das doch etwas zu teuer ist, der findet im nahegelegenen Springdale sicher eine schöne Unterkunft – hier gibt es auch eine gute Auswahl an urigen Restaurants.

Wer’s sportlich mag, leiht sich einen Neopren-Anzug und macht die preisgekrönte Tour „The Narrows“, die vom Condé Nast Traveller als eine der 13 schönsten Wanderrouten der Welt ausgezeichnet wurde. Waten Sie flussaufwärts und bewundern Sie die Lichtspiele, die von der glitzernden Wasseroberfläche auf die Seitenwände des Canyons projiziert werden.Wasserscheu? Dann erkunden Sie den Nationalpark doch mal hoch zu Ross oder auf dem Drahtesel. Einen Reiseführer können Sie auf Wunsch dazubuchen.

Voodoo gibt es auf Haiti, Hoodoos können Sie im Bryce Canyon-Nationalpark bewundern. Der natürlich entstandene „Steinwald“ ist 138 km vom Zion-Nationalpark entfernt. Hier wurde durch jahrhundertelange Erosion ein bizarres Labyrinth aus Türmchen in leuchtenden Farben in den Felsen gemeißelt. Einige der schmalen Säulen könnten Wolkenkratzern durchaus Konkurrenz machen. Den besten Blick auf diese Skyline der Urgewalten erhalten Sie vom „The Rim“, von den „Queens Garden Trails“ und vom „Navajo Loop“. Nehmen Sie unbedingt eine Jacke mit, denn die Höhenluft ist merklich kälter. Wenn Sie bis nach Einbruch der Dunkelheit durchhalten, werden Sie dafür mit einem Sternenhimmel wie aus einer NASA-Broschüre belohnt.

Weiter geht’s über Canonville in die Glen Canyon Recreational Area am Powell-See in der Stadt Page in Arizona. Diese Route nach Page wird im Volksmund „Cottonwood Canyon“ genannt. Bestaunen Sie hier den Felsenbogen Grosvenor Arch. Machen Sie einen Zwischenstopp im wunderschönen Kodachrome Basin State Park. Aber Achtung: Wenn Regen vorhergesagt wird, sollten Sie diese Route tunlichst meiden. Sonst sitzen Sie unter Umständen tagelang fest! Die dreistündige Schlechtwetter-Route nach Page ist ebenfalls sehr reizvoll. Bewundern Sie den „Upper Antelope Canyon“ und den „Lower Antelope Canyon“ mit ihrem wundervollen Farbenspiel auf natürlich entstandenen Steinstrukturen.

Ein weiteres Highlight auf der Reise zur „Urgroßmutter aller Canyons“, dem Grand Canyon, ist die „Horseshoe Bend“, ein hufeisenförmiger Mäander des Colorado River. Dieser Ausblick ist wahrlich nichts für Menschen mit Höhenangst!
Cineasten, insbesondere Liebhaber von Western-Filmen, sollten sich die Härtlinge und Tafelberge im „Monument Valley“ nicht entgehen lassen. Nach einer zweistündigen Fahrt von Page nach Kanab erreichen Sie diese Location, deren Besuch sich schon so mancher Weltenbummler zum Lebensziel gemacht hat. Wer Fortuna auf seiner Seite hat, sollte in ein Lotterieticket für die Besichtigung der Härtlinge „The Wave Buttes“ und „South Coyote Buttes“ investieren. Die Verlosung ist leider die einzige Möglichkeit, diese Naturwunder zu Gesicht zu bekommen. Die Besichtigung beinhaltet eine Führung mit einem fachkundigen Guide.

Wer kein Glück hatte, kann immer noch den „Paria Canyon“ und die „Vermillon Cliffs“ bestaunen.

Der „North Rim“ des Grand Canyon und der „Toroweap Overlook“ sind übrigens nicht nur überwältigend schön anzusehen, sondern auch weniger überlaufen, da die Mehrzahl der Touristen sich am „South Rim“ tummelt. Der Grand Canyon ist wahrlich die Krönung amerikanischer Landschaften und sollte das Sahnehäubchen auf Ihrem Road Trip bilden.

Von hier sind es auf dem kürzesten Weg ca. 240 km zurück nach Vegas. Wer möchte, kann sich jetzt noch mal an den Pokertischen versuchen oder ordentlich shoppen gehen.

Als Bürger_In eines Visa Waiver-Staates haben Sie das große Glück, mit minimalem Aufwand an Formalitäten in die USA reisen zu können. Stellen Sie einfach Ihren ESTA-Antrag, warten Sie auf Ihre Freigabe und begeben Sie sich auf die Reise Ihres Lebens.

Möchten Sie Urlaub in Amerika machen? Dann füllen Sie noch heute das ESTA-Formular aus und beginnen Sie mit der Planung Ihrer USA-Reise. Weitere nützliche Tipps rund um die USA erhalten Sie bei https://estavisum.at . Wir freuen uns darauf, bald von Ihnen zu hören und sind Ihnen immer gern behilflich.