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24. July. 2018.

Die besten Musikfestivals in den USA

Genau wie das Reisen und das Lernen sind Musikfestivals starke Quellen der Inspiration. Sie ermöglichen uns, andere Kulturen zu erleben, interessante Menschen zu treffen und uns mit den künstlerischen Traditionen einer Region vertraut zu machen – und all das, während wir fantastische Musik genießen. Der Beginn des Sommers auf der Nordhalbkugel im Juni bedeutet auch, dass eine ganze Flut an Festivals für alle möglichen Genres und alle möglichen Leute über uns hereinbricht. In den USA ist das natürlich nicht anders.

Das Potenzial des Landes, das uns Woodstock – „die Mutter aller modernen Festivals“ –  und Coachella – das Lustobjekt schlechthin für alle Festival- und Musikenthusiasten – gebracht hat, darf man auf keinen Fall unterschätzen. Von daher sind die Festivals in den USA definitiv eine Überlegung wert, auch wenn Europa für die meisten Menschen, und insbesondere die, die diesen Lifestyle gerade erst für sich entdecken, eigentlich DIE Festival-Destination schlechthin ist.

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Das Land der Sommer-Festivals

Nach einer gründlichen Recherche stellt man fest, dass es in den USA sage und schreibe 200 registrierte Festivals gibt. Und ständig kommen neue dazu! Diese immense Liste sollte bei einem so vielfältigen Land natürlich nicht überraschen. Jetzt muss man nur noch diejenigen herausfiltern, die am besten zum eigenen Geschmack passen. Die Frage ist also, wie man die Liste am besten abarbeiten kann.

Festivals gibt es sowohl in den USA als auch in Europa das ganze Jahr über, in den USA beginnt die Saison jedoch etwas früher (im Mai) und zieht sich auch mehr in die Länge (einige der großen Festivals finden erst im Oktober statt). Das liegt vielleicht an den milderen Wintern insbesondere in den südlichen Regionen der USA, wo der relativ warme Herbst noch immer gute Bedingungen für die Outdoor-Events bietet. In Europa dagegen wird es früher kalt, sodass die Festival-Saison auf die Sommermonate konzentriert ist oder Events in den Indoor-Bereich ausweichen müssen.

Noch ein interessanter Aspekt: Die Festivals in den USA sind nicht nur von den dortigen Wetterbedingungen, sondern auch von geographischen Besonderheiten gekennzeichnet. Sie finden nicht nur fast das ganze Jahr über statt, sondern auch in allen 50 Bundesstaaten, und einige zeichnen sich zusätzlich durch ökonomische, kulturelle und historische Besonderheiten aus.

Unten haben wir eine nach Regionen geordnete Liste der interessantesten und beliebtesten Sommerfestivals der USA zusammengestellt:

Kalifornien

Eines der Hauptmerkmale von Kalifornien, wo auch das berüchtigte Coachella stattfindet, ist der ganzjährige Sonnenschein. In der Welt der Festivals ist das ja in der Regel ein Pluspunkt. Das Bottle Rock Napa Valley, bei dem sich Gastronomie und Musik verbinden, und das alternativere Lightining in a Bottle mit seinen Elektro-Beats sind zwei echte Highlights im Mai. Wenn’s um alternative Festivals mit Elektro-Lineup geht, sind das Woogie Weekend, Northern Nights und Nocturnal Wonderland ebenfalls nicht zu verachten. Auch das Francisco Outside Lands gehört zu den großen Highlights der Region. Dieses Jahr findet es im September statt.

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Chicago

Chicago ist die Stadt der Festivals mit dem schwersten Kaliber – und zwar in jeder denkbaren Hinsicht. Deshalb hat hier auch das Lollapalooza nach seinem anfänglichen Nomadendasein in den USA Wurzeln geschlagen. Zudem finden in Chicago das berüchtigte Pitchfork, das Rock- und Metal-Event Chicago Open Air und das punkige Riot Fest statt.

Florida

Ob nun die Europäer oder die Amerikaner das Konzept des Kreuzfahrt-Festivals erfunden haben, ist nicht klar. Eine gesicherte Tatsache ist jedoch, dass diese Art von Festival in den USA beliebter ist und an einer Adresse quasi zum Inventar gehört: Florida. Die „Festival-Kreuzfahrten“ beginnen entweder in Miami oder in Orlando und enden meistens in der Karibik. Der Großteil dieser Events findet im Januar und Februar statt. Für alle Rock- und Hard-Rock-Enthusiasten sind das 70,000 Tons of Metal und das Shiprocked Festival perfekt.

Texas

Im Land der Cowboys sind auch Festivals in großer Zahl zu finden, und zwar über das ganze Jahr verteilt. Das absolute Highlight ist die Hauptstadt Austin, in der zwar weniger Events stattfinden, aber dafür die absolute Spitzenklasse. Die Wichtigsten sind das angesehene South By Southeast im März und das Austin City Limits im Oktober. Ebenfalls einer Erwähnung wert sind das Levitation – es findet im April statt und ist dem Psychedelic Rock gewidmet  – und das Fun Fun Fest im November: ein sommerliches Indie-Fest mitten im Herbst.

New York

New York ist vielleicht eher ein Mainstream-Reiseziel, aber das trifft (noch) nicht auf die Festivals zu, die in der ganzen Stadt stattfinden. Der Governors Ball schafft sich langsam, aber sicher, einen Platz in den Herzen der „Außenseiter“, ist aber noch längst nicht so populär wie sein Pendant an der Westküste, das Coachella. Und wo wir gerade beim Thema sind: Das Panorama (von den gleichen Machern wie das Coachella) ist eines der aufsteigenden Festivals der Ostküste. Wer eher auf Elektro steht, sollte das Electric Zoo und das EDC NY in Erwägung ziehen. Alternativen: Ein Highlight unter den New Yorker Festivals ist das Afro Punk, bei dem die afro-amerikanische Kultur durch ihre Musik zelebriert wird.

Siehe auch: Guam: Die USA außerhalb der USA